Obwohl sie noch nie dort war, kennt Alexandra-Marie Speth Irland wie ihre Westentasche: Die 14-jährige Marienschülerin ist Landessiegerin des Bundesfremdsprachenwettbewerbs für die Mittelstufe. Mit ihren Rechercheergebnissen zum Thema Irland überzeugte sie die Jury und setzte sich gegen knapp vierhundert Jugendliche durch.

Bundesfremdsprachenwettbewerb2017
Zwar war der Bundesfremdsprachenwettbewerb für die aufgeweckte Achtklässlerin nicht die erste Herausforderung dieser Art, aber dennoch eine ganz besondere. „Man wusste ja nie genau, was dran kommt“, sagt die 14-Jährige aus Ohren, wenn sie sich an die Vorbereitung auf den Wettbewerb erinnert. Anders als bei den Arbeiten, die in der Schule geschrieben werden, bekamen Alexandra-Marie und ihre Mitstreiter wie in jedem Jahr bloß ein grobes Thema vorgeschrieben. Von da an galt es, so viel wie möglich über das Wettbewerbsthema „Irland“ herauszufinden: von Gälisch, dem richtigen „Irisch“, über die irische Kultur bis hin zur sturen Landeskunde. „Man musste sich eben mit allem beschäftigen“, erinnert sich Alexandra-Marie. Da passt es gut, dass die Lieblingsfächer der jungen Gewinnerin Englisch und Geschichte sind. Neben Internetrecherchen rund um das Wettbewerbsthema schmökerte Alexandra-Marie in unzähligen Büchern. Was sie sonst noch empfiehlt? Die Vierzehnjährige lächelt bei der Antwort auf diese Frage. „Ganz viele englische Filme gucken“, natürlich in Originalsprache.

Wer glaubt, dass es mit dem Sieg in Hessen schon zu Ende ist, hat sich getäuscht. Nach der gestrigen Preisverleihung in Frankfurt treten jetzt die Gewinner aller Bundesländer im „Sprachenturnier“ gegeneinander an. Zwar würden dabei ein paar Schultage verpasst, aber das sei es wert, sagte die 14-Jährige. Schließlich werde am Ende des Turniers der bundesweite Sieger des Bundesfremdsprachenwettbewerbs gekürt. „Dafür drücken wir Alexandra-Marie Speth fest die Daumen“, sagte eine begeisterte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling, die sich enorm über das Engagement und den Erfolg der Landessiegerin freut. Und auch der 14-Jährigen merkt man die Begeisterung über ihren Erfolg an: Wenn man sie fragt, was ihr bisher am meisten Spaß am landesweiten Sprachenwettbewerb gemacht hat, antwortet die strahlende Siegerin ohne zu zögern: „Einfach alles!“ Keine Frage, dass sie auch in Zukunft am Bundesfremdsprachenwettbewerb teilnehmen wird, natürlich wieder in ihrer Lieblingssprache Englisch.

(Bericht: Paula-Marie Schillo, Foto: GB / GB)

Auf Einladung der Marienschule zeigt die BMBF-Initiative InnoTruck am 19. und 20. Juni 2017 auf dem Neumarkt in Limburg eine interaktive Ausstellung zur Bedeutung von Innovationen im Bereich ausgewählter Zukunftstechnologien. Im Inneren des doppelstöckigen Forschungstrucks können angemeldete Schulklassen an multimedialen Führungen teilnehmen, praxisnah experimentieren und mit den begleitenden Wissenschaftlern über Perspektiven in naturwissenschaftlich-technischen Berufen ins Gespräch kommen. Während der „Offenen Tür“ am Montag von 14 bis 18 Uhr sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie umliegende Schulen eingeladen. Der Eintritt ist frei.

InnoTruck 4
Wann:
Montag und Dienstag, 19. und 20.06.2017
Wo: Neumarkt, 65549 Limburg an der Lahn

Die Zukunft steckt voller Fragen: Wie werden wir leben? Wie werden wir wohnen? Oder wie werden wir arbeiten? Um Antworten darauf zu finden und die Zukunft aktiv zu gestalten, orientiert sich die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung an einer gemeinsamen Strategie – der neuen Hightech-Strategie. Sie bildet das Leitbild für ein Deutschland, in dem die Gesellschaft gegenüber Neuem aufgeschlossen ist und in dem Innovationen vor allem der Verbesserung von Lebensqualität, Wohlstand und Beschäftigung dienen.

Dass der Schlüssel hierzu in den Zukunftstechnologien und in der Schaffenskraft der Menschen liegt, die sie Erforschen und Anwenden, zeigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Initiative InnoTruck. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot macht die mobile Ausstellungs- und Erlebniswelt auf dem Neumarkt in Limburg Station und lädt auch online mit der Website www.innotruck.de und in den sozialen Netzwerken zum Dialog ein.

InnoTruck 1
Moderne Ausstellung für innovative Themen

Auf zwei Stockwerken und rund 100 m² Ausstellungsfläche bietet sich allen Besucherinnen und Besuchern eine spannende und multimediale Entdeckungsreise von der Forschung über die Technologie und die Anwendung bis hin zu Berufsbildern und Mitmachangeboten. Dank moderner Präsentationstechniken wie Virtual und Augmented Reality-Anwendungen lautet die Devise nicht nur Anschauen, sondern auch Anfassen und Ausprobieren. Für Fragen und individuelle Führungen wird der InnoTruck immer von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern begleitet.

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Innovationen anschauen, anfassen und ausprobieren

Im mobilen Ausstellungs- und Experimentierraum des InnoTrucks lernen Schülerinnen und Schüler der Marienschule Limburg die Bedeutung von Innovationen durch praxisnahe Versuche und individuelle Führungen kennen. Dabei erfahren sie auch, worauf es in technischen Berufen ankommt, wie Ingenieure oder Forscher denken und welche Ausbildungs- und Studienwege interessante Perspektiven für die persönliche Karriereplanung versprechen.

Wie man die Nanotechnologie nutzen kann, um Energie nach dem Vorbild der Pflanzen zu gewinnen, lernen Schülerinnen und Schüler beim Bau einer sogenannten „Grätzelzelle“. Unter Einsatz einfachster Hilfsmittel wie Hibiskusblütentee, Bleistift-graphit und nanobeschichteten Glasplättchen entsteht bei einem Experimentier-Workshop eine voll funktionstüchtige Farbstoffsolarzelle.

InnoTruck 2
Offene Tür: Wissen zum Mitnehmen

Neben angemeldeten Schulklassen der Marienschule sind auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Besuch in der mobilen Erlebniswelt auf dem Neumarkt in Limburg eingeladen. Während der „Offenen Tür“ am Montag, den 19. Juni, von 14.00 bis 18.00 Uhr steht der InnoTruck allen Forschernaturen offen, die sich in der Ausstellung oder im Gespräch mit den wissenschaftlichen Betreuern Eva Zolnhofer und René Nowak informieren möchten. Die beiden Wissenschaftler beantworten sowohl individuelle als auch allgemeine Fragen rund um die Forschungs- und Anwendungsgebiete im Bereich der Zukunftstechnologien. Der Eintritt ist frei.

Mit einem digital geführten Rundgang können Besucherinnen und Besucher die Facetten der Innovation eigenständig erforschen. Dabei gilt es Aufgaben zu lösen und versteckte Informationen zu finden. Um am Rundgang teilzunehmen, erhalten die Besucher einen Datenträger, der an Computerterminals in der Ausstellung eingelesen wird, auf denen auch die Aufgabenstellung erfolgt. Am Ende erhalten die Teilnehmer eine Auswertung.

(Text: FLAD & FLAD Communication GmbH, Fotos: BMBF-Initiative InnoTruck / GB)

Am Samstag, den 13. Mai 2017, war es endlich so weit: Nach den monatelangen, arbeitsintensiven und anstrengenden Vorbereitungen ging es für die sechs Teams der Marienschule zusammen mit Herrn Bäumlisberger, Herrn Schmidt und Herrn Schamböck schon frühmorgens mit dem Zug und den Robotern nach Offenbach am Main zum Regionalentscheid der WRO (World Robot Olympiad).

Gruppenfoto WRO 2017
In der diesjährigen Aufgabe ging es darum, mit den Robotern im Rahmen des Mottos „saubere Energien“ Windturbinen an einem geeigneten Standort aufzubauen. Diese Aufgabe musste in den vorgegebenen zwei Minuten bewältigt werden und konnte dem dreiköpfigen Team bis zu 220 Punkte bringen. Die Marienschule startete dieses Jahr wie immer erfolgreich mit vier Teams in der Altersklasse Junior (13–15 Jahre) und mit zwei Teams in der Altersklasse Senior (16–19 Jahre). Dabei wurde wie jedes Jahr sehr erfolgreich abgeschnitten. Zu Beginn zeigten die Programme teilweise noch kleine Schwächen auf, die aber für die letzten Runden ausgebessert wurden. Leider wurde trotzdem nicht immer die erhoffte Punktzahl erreicht, die in den Übungsläufen vorher erzielt wurde. Die Teilnehmer freuen sich aber schon auf die Aufgabe im nächsten Jahr!

(Bericht: Annika Eufinger, Foto: MSL / GB)

Gleich drei karitative Organisationen dürfen sich über den Erlös des Spendenzehnkampfs der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule freuen: Jeweils 1.000 Euro erhalten die Katharina-Kasper-Stiftung, das Kinderhospiz Koblenz sowie die Pferdeinsel Reichenberg. Vertreter der drei Einrichtungen nahmen die Spendenschecks am Freitag in der Aula der Schule entgegen.

Zu Beginn einer kleinen Feierstunde würdigte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling das Engagement der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, das diese während der Spendenaktion an den Tag gelegt hätten: „Mit viel Freude und sportlichem Einsatz seid ihr aktiv gewesen, was auch das Top-Ergebnis von knapp 3.000 Euro unterstreicht.“ Gelobt wurden die Schüler und Lehrer aber auch von Vertretern der drei Organisationen, die das jeweilige Spendenprojekt vorstellten.

Spenden beruflich 2017
So berichtete Schwester Theresia Winkelhöfer von den Armen Dienstmägden Jesu Christi, dass die Katharina-Kasper-Stiftung die stiftungseigene Fachstelle für Pränataldiagnostik unterstützen werde: „In Dernbach und Frankfurt unterstützen Berater der Fachstelle Familien mit behinderten Angehörigen sowie Mütter, die einen frühen Kindsverlust erfahren mussten“, schilderte Schwester Theresia die Arbeit der Beratungsstelle, die sich ausschließlich durch Spenden finanziere.

Für Betroffenheit sorgten die Berichte von Katja Masendorf vom Kinderhospiz Koblenz, einer Anlaufstelle für Familien mit todkranken Kindern, deren verbleibende Lebensdauer ungewiss ist. Ziel sei es, den Kindern und Familien ihren Alltag zu erleichtern sowie den Betroffenen durch Betreuung und Freizeitangebote die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Auch die Trauervorbereitung gehöre zum Angebot des Hospizes. Um diese Ziele zu verwirklichen, fielen neben laufenden Kosten auch besondere Ausgaben an, da man persönliche Herzenswünsche der Kinder ermöglichen wolle. Auch die Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter oder die Organisation und Umsetzung von Familienevents gelte es zu finanzieren. Daher sei auch das Kinderhospiz Koblenz sehr dankbar für die Spende der Marienschule.

Die heilpädagogische Arbeit der Pferdeinsel Reichenberg bei St. Goarshausen veranschaulichte Kim Michel. Derzeit würden 35 Kinder und Jugendliche in der tiergestützten Therapie mit Pferden betreut. Neben körperlichen oder geistigen Einschränkungen seien es auch Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die dieses Angebot nutzten. Aktuell stehe die Anschaffung eines neuen Therapiepferdes im Vordergrund, da eines der vier Therapiepferde kürzlich verstorben sei, so Michel. Da sich auch diese Organisation lediglich durch Spendengelder finanziere, erweise sich die Spende als enorme Unterstützung für den Verein.

(Bericht: Nadine Seif, Foto: MM / GB)

Luisa Schlager, Referentin des E-Mentoring-Programms CyberMentor, stellte den Marienschülerinnen der 7. Klasse bis zur Q2 das Konzept ihres Programmes vor und begeisterte auf diese Weise einige für Berufe im MINT-Bereich.

Was haben Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus und Stephen Hawking gemeinsam? Alle drei sind Genies, ihrer Zeit weit voraus, erlangten Weltruhm durch ihre Erfindungen und Entdeckungen, aber vor allem sind sie eines: Männer. Um auch die Beteiligung von Mädchen und Frauen in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu steigern, rief die Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit der Uni Regensburg das E-Mentoring-Programm CyberMentor ins Leben. Luisa Schlager besuchte die Marienschule als Referentin des Angebots und informierte alle Schülerinnen von der 7. Klasse bis zur Q2 über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich ihnen dadurch bieten.

Cybermentoring 1
Die Teilnehmerinnen des Mentoring-Programmes erhalten die einmalige Gelegenheit, sich mindestens ein Jahr lang mit persönlichen Mentorinnen aus dem MINT-Feld auszutauschen, die zusammen mit ihren Schützlingen (Mentees genannt) spannende Projekte durchführen, sie über die Berufsaussichten in der Wissenschaft informieren und hilfreiche Kontakte für die Zukunft knüpfen. Die Mentorinnen sollen den Mädchen als weibliche Rollenmodelle dienen und ihnen ihr Fachgebiet frühzeitig aus einer außerschulischen Perspektive vorstellen. Ermöglicht wird der persönliche Austausch über eine Internetplattform, in der die Teilnehmerinnen im Laufe des Programmes zusammen mit anderen Gleichgesinnten in Foren, Chats sowie per E-Mail in Kontakt treten und interessante Projekte organisieren können. Seit dem Programmstart des „CyberMentors“ 2005 konnten bereits über 4500 Mädchen aus ganz Deutschland von ihren persönlichen Mentorinnen profitieren.

Cybermentoring 2
Luisa Schlager, die als Hilfskraft im Bereich der Pädagogischen Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigt ist, setzte sich in ihrer Präsentation auch mit der Frage auseinander, weshalb Frauen in MINT-Bereichen so unterrepräsentiert sind: „Ich glaube, das liegt vor allem in Vorurteilen begründet – Vorurteile der Frauen gegenüber MINT beziehungsweise solche gegen die Fähigkeiten von Frauen allgemein.“ Mit dem CyberMentor wolle man ein Zeichen gegen eine derartige starre Rollenverteilung von Mann und Frau setzen. Dass Mädchen nämlich durchaus Interesse an technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen zeigen, wird an dem Erfolg des Mentoring-Programmes deutlich. Pro Jahr verzeichnet das Angebot stolze 800 Anmeldungen junger Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Allen Teilnehmerinnen wird eine geschützte Plattform zum Austausch garantiert und darüber hinaus die Kontaktaufnahme mit einer Mentorin im favorisierten Teilgebiet von MINT.

Cybermentoring 3
Luisa Schlager wusste von vielen spannenden Projekten zu erzählen, die sich im Rahmen des E-Mentorings bereits ergeben hatten, darunter ein heiß begehrtes Praktikum bei der European Space Agency (ESA), der Bau eines Elektroautos oder das Entwerfen eines Kartenspieles zum Thema bedrohte Tierarten. Die Marienschülerinnen, denen die Referentin ihr Programm vorstellte, zeigten sich ebenfalls sehr begeistert von dessen Konzept und „entrissen“ Luisa Schlager ihr gesamtes Informationsmaterial, wie sie es ausdrückte. Auf der Internetseite des E-Mentoring-Programms www.cybermentor.de können sich die jungen Frauen sowohl weiter darüber informieren als auch ihre Anmeldung einreichen. Der vorläufige Anmeldeschluss ist Donnerstag, 15. Juni, aber alle drei Monate lädt ein neuer Rundenstart weitere Interessierte zur Teilnahme ein.

(Bericht: Anna Manz, Fotos: MM / GB)