Zum bereits dritten Mal waren vom 7. bis zum 14. Februar 2018 sieben Austauschschüler und Schülerinnen aus dem englischen Plymouth bei je einem Schüler oder einer Schülerin unserer Marienschule zu Gast.

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Am Mittwochnachmittag landeten die englischen Schülerinnen und Schüler in der Begleitung ihrer Lehrkraft Mrs. Andrea Ayres am Frankfurter Flughafen und wurden dort schon ungeduldig von ihren Gastgebern und Organisatorin Britta Breidenstein erwartet.

Bereits am nächsten Tag hatten die Engländer die Gelegenheit, den deutschen Schulalltag an der Marienschule in all seinen Facetten kennenzulernen. Am Nachmittag nahmen alle Austauschschüler an einem Stadtrundgang durch Limburg teil, durch den die Kleinstadt bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen positiv in Erinnerung blieb.

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Samstags fand dann die erste Exkursion statt. Passend zur Faschingszeit ging es zum Jugendmaskenumzug nach Mainz. Hier konnten die Engländer die Tradition des deutschen Karnevals kennenlernen und nachmittags bot sich die Möglichkeit, die Mainzer Innenstadt zu erkunden.

Faschingssonntag und Rosenmontag verbrachten die Engländer gemeinsam mit ihren Gastgebern auf örtlichen Faschingsveranstaltungen. Die Gäste genossen die Zeit mit ihren neu gewonnen Freunden und lernten die ihnen bis zu diesem Zeitpunkt fast fremde Tradition des Karnevals kennen.

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Am Dienstag unternahm die Delegation noch eine große Exkursion nach Frankfurt. Bei einem Besuch im Goethe-Haus lernten nicht nur die Gäste viele für sie neue und interessante Einzelheiten über den berühmten deutschen Dichter.

Am kommenden Tag, Mittwoch den 14. Februar, mussten sich die Engländer nach knapp einer Woche Aufenthalt schon wieder von ihren Gastgebern verabschieden. Nun freuen sich alle schon auf ein erneutes Wiedersehen: Im April 2018 geht es dann für die Marienschüler und Marienschülerinnen nach Plymouth.

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(Bericht: Maria Förger)

Wie viele Einrichtungen ist auch das ,,Tierheim im Staffeler Wald“ des Tierschutzvereins Limburg-Weilburg auf finanzielle Unterstützungen angewiesen. Die Schülerin Hannah Stock aus der Klasse 5c ist auf dieses Problem aufmerksam geworden und hat eine Spendenaktion für das Tierheim gestartet.

Spende Tierheim 2018
Da Hannah selbst einen Hund aus einem Tierheim hat und Vierbeiner sehr gerne mag, kam sie auf die Idee, das Tierheim zu unterstützen und den Tieren und Pflegern zu helfen. Nachdem sie zunächst einige Spenden in ihrem Familienkreis sammelte, wandte sie sich ebenfalls an ihren Freundeskreis und anschließend gemeinsam mit einer Freundin an ihre Klasse. Bei den Schülerinnen der 5c stieß das Projekt auf große Begeisterung, sodass neben finanziellen Spenden auch Sachspenden entgegengenommen wurden. Für diese stand eine große Box in der Klasse bereit, in die jeder etwas hineinwerfen konnte.

Klassenlehrerin Julia Schlösser zeigte sich sichtlich begeistert darüber und ist stolz auf die bisherigen Erfolge: ,,Ich finde es ganz toll, was die Schülerinnen erreicht haben und wie viel Mühe und Arbeit sie investierten“.  Sie betonte zudem die Selbstständigkeit der Klasse, da diese das Projekt bis auf ein paar Kleinigkeiten alleine auf die Beine gestellt habe. Bisher seien schon über 400€ zusammengekommen – ein beachtliches Ergebnis, das sowohl Julia Schlösser, als auch Hannah Stock anfangs nicht erwartet hätten. Umso größer ist nun die Freude seitens der Schülerinnen und des Tierheims, das die Spenden in den kommenden Tagen entgegennehmen wird.

Die Fünftklässlerin hat mit ihrem sozialen Engagement bewiesen, dass jeder ein solches Projekt mit einfachen Mitteln auf die Beine stellen kann und somit eine große Stütze für Einrichtungen darstellt, die diese Hilfe benötigen.

(Bericht: Lorena Fladenhofer)

Am Montag, den 29.01.18, ging es für uns, den Sport-LK aus der Q2, sowie einige Schüler aus den Sport-Prüfungs- und Grundkursen und zwei Schülerinnen aus der E Phase in Begleitung von Herrn Laukner und Frau Menges Richtung Oberstdorf.

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Wie auch schon die Jahre davor, waren wir im Oberstdorfer Hostel untergebracht und somit war es für uns auch nicht überraschend, dass die Zimmer schön und modern waren und das Essen immer gut geschmeckt hat. Als alle organisatorischen Dinge abgehandelt waren, gingen die meisten von uns früh ins Bett um fit für den nächsten Tag zu sein. Wie das am ersten Tag immer so ist, waren alle topfit und motiviert auf die Piste zu gehen. Alle, außer eine, denn eine Schülerin war krank und musste leider schon vor dem ersten Skitag wieder abgeholt werden. Das war Schade. Für alle anderen ging es ans Söllereck, wo auch unsere Anfänger den ersten Tag in den Händen eines professionellen Skilehrers verbringen konnten. So fuhren alle bis zum Mittagessen in ihren Gruppen und trafen erste Vorbereitungen für die Überprüfung am Freitag. Zum Mittagessen trafen sich alle auf einer Skihütte.

Am zweiten Tag ging es zu Ifen, wo unsere Anfänger zum ersten Mal mit uns in einer Gruppe fahren sollten. Doch schnell wurde klar, dass alle Anfänger an einem Tag so viel gelernt hatten, dass das ganze nahezu reibungslos verlief. Der ein oder andere Sturz war natürlich nicht zu verhindern, aber verletzt hat sich niemand.

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Während wir an den ersten beiden Tagen strahlenden Sonnenschein hatten, war für Donnerstag starker Schneefall gemeldet. Kalte Hände und schlechte Sicht waren also vorprogrammiert und ausgerechnet heute sollte es ans Fellhorn  gehen. Trotz anfänglichen kleinen Schwierigkeiten klappte das Skifahren aber trotzdem und alle fingen an das „Winter Wonderland“ zu genießen. Vor allem gegen Mittag, als sich die Pisten in Tiefschneerouten verwandelten, hatten alle viel Spaß. Abends im Hostel, wurde uns dann klar: Heute war unser letzter Abend, Koffer packen war angesagt. Doch Herr Laukner und Frau Menges haben ein für uns mehr oder weniger schönes Abendprogramm vorbereitet. Bei verschieden Aufgaben, ging es für die Zimmer darum, möglichst gut abzuscheiden um am Ende Gesamtsieger zu werden. Bei der Skitaufe hat jeder von uns einen speziellen Namen bekommen.

Am Freitag waren alle noch müde und gestresst, denn so viele Dinge mussten noch erledigt werden, an so vieles musste noch gedacht werden. Als wir auf der Piste am Söllereck standen, verflog aber unsere Müdigkeit rasch wieder, denn heute war die Überprüfung angesagt. Doch auch diese haben die meisten gut geleistet und so  ging es darum die übrige Zeit noch so gut wie möglich auszunutzen und so viele Pistenkilometer wie möglich zu sammeln, bei herrlichem Sonnenschein viel uns das nicht schwer. Nach einem letzten Hütten-Mittagessen ging es dann zurück zum Hostel, wo alle sich nun auf die Rückfahrt vorbereitet haben und schon saßen wir wieder im Bus Richtung Heimat. Wir waren alle müde und erschöpft, mit schweren Beinen und doch konnten wir alle auf eine tolle Woche mit viel Spaß und vielleicht einigen neuen Freundschaften  zurückblicken.

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Ein großer Dank geht hiermit auch an Herr Laukner und Frau Menges, die dafür gesorgt haben, dass sich niemand verletzt hat und das ganze nahezu reibungslos (nur mit vereinzelten Diskussionen) von der Bühne gegangen ist. In dem Sinne: ein dreifaches Skiheil!

(Bericht: Carla Scharbach, Fotos: LN)

An Hessens Schulen ist die tiergestützte Pädagogik auf dem Vormarsch. So auch an der Marienschule in Limburg. Die tiergestützte Pädagogik, auch Kynopädagogik genannt, ist ein ganzheitliches, handlungsorientiertes und persönlichkeitsförderndes pädagogisches Konzept, das zu einer Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikationsfähigkeit beiträgt; das heißt: Hunde sollen den Schülern dabei helfen, besser im Schulalltag zurechtzukommen.

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Ein speziell ausgebildeter Hund wird am Arbeitsplatz des Pädagogen als sogenannter Co-Pädagoge eingesetzt. Dabei erfüllt der Vierbeiner die unterschiedlichsten Aufgaben: Seine Anwesenheit sorgt für eine vorurteilsfreie und entspannte Atmosphäre und er zeigt den Schülern, wie es ist, Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen. Der Hund besitzt die Fähigkeit, uns direkt anzusprechen, ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, und er regt die Wahrnehmung an: Er hat keine Erwartungen und akzeptiert uns so, wie wir sind. Dadurch ist der Umgang mit ihm frei von Leistungsdruck.

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Ein Hund ist in pädagogischen Kontexten vielseitig einsetzbar. Er kann in Klassen "bloß" anwesend sein oder gezielt eingesetzt werden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Anwesenheit eines Hundes Stress reduzieren und ein ruhiges Gruppenklima schaffen kann, welches erst Lern- und Arbeitsprozesse zum Gelingen bringt. Die Schüler üben sich in ganzheitlicher Kommunikation und bringen "ihrem Hund" Wertschätzung entgegen. Dabei lernen sie, eigene Bedürfnisse  zurückzustecken und die des anderen wahrzunehmen. Aber vor allem wird das Selbstwertgefühl gestärkt: Wenn der Hund in einer Übung das macht, was der Schüler ihm mit Hilfe kleiner erlernter Befehle aufgetragen hat, ist das ein besonders schönes Erlebnis. Es ist wichtig, dass junge Menschen die Erfahrung machen, mit ihrem Verhalten etwas bewirken zu können. Besonders gilt dies selbstverständlich für den Schüler, der Angst vor einem Hund hat und im Umgang lernt, sich dieser Angst zu stellen und sie zu überwinden.

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Der Co-Pädagoge an der Marienschule heißt "Arkani" und bildet mit seiner Hundebesitzerin Sabina Datum das Mensch-Hund-Team, das diese Ziele der tiergestützten Pädagogik anstoßen möchte. Arkani ist ein fünfjähriger amerikanischer Collierüde und hat alle Ausbildungsmodule für einen Schulhund erfolgreich durchlaufen. Er besitzt ein gutmütiges, freundliches und geduldiges Wesen und eignet sich mit seinem "will to please" (Wunsch, zu gefallen) ideal als Begleiter seines Frauchens in der pädagogischen Arbeit. Arkani hat seinen Wesenstest mit "vorzüglich" durchlaufen, seine Begleithundprüfung abgelegt und ist geprüfter Besuchs- und Begleithund bei den Maltesern.

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Derzeit begleitet er Frau Datum in 2 Hunde-AGs; hier lernen die Schüler den Umgang mit dem Hund kennen (Regeln festlegen und einhalten; ihn an der Leine führen; seine Bedürfnisse erahnen und selbstverständlich auch erste kleine Tricks mit ihm zu erarbeiten). So wurde ein Parcours aufgebaut und anschließend erprobt, ob sich Arkani von dem Schüler durch diesen Parcours leiten ließ. Dazwischen gibt es natürlich kleine Entspannungseinheiten, die sowohl die Schüler als auch Arkani sichtlich genossen haben. Darüber hinaus begleitet Arkani Frau Datum in einzelne Biologiestunden als Besuchshund, wo er als "Anschauungsobjekt" zu den Themen Hund-Wolf oder bei den Oberstufenschülerinnen zur Thematik Konditionierung "Rede und Antwort" stand. Aber dies sind nur einige Beispiele für einen Schulhundeeinsatz. Da ist noch viel mehr möglich... Man darf gespannt sein.

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(Text: DT)

Was macht einen echten Superhelden aus? Ist es sein Röntgenblick, seine unglaubliche Stärke oder doch etwa die Fähigkeit zu fliegen? An der Marienschule existiert seit ein paar Jahren eine mutige dreizehnköpfige Truppe, die jeden fliegenden Superman mit rotem Cape in den Schatten stellt: Die Digitalen Helden. Mit Zivilcourage, Engagement und viel Herz schützen sie ihre Mitschülerinnen- und schüler aber nicht etwa vor gefährlichen Monstern und fiesen Bösewichten, sondern vor den Tücken des Internets wie beispielsweise Cyber-Mobbing.

Bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 setzen sich die Digitalen Helden leidenschaftlich für diejenigen unter ihren Mitschülern ein, die sich mit Online-Mobbing oder Hacking konfrontiert sehen. Ihre Tätigkeit setzt aber nicht erst dann an, wenn es bereits zu spät ist. Die Hauptaufgabe besteht vielmehr in der Prävention. So informieren die Digitalen Helden ihre Mitschüler unter anderem darüber, was man beim Ausdenken eines sicheren Passwortes alles beachten oder welche Ratschläge man sonst noch im Umgang mit den neuen Medien beherzigen sollte. Die Gruppierung ging ursprünglich aus einer Initiative des Lions Club hervor, der etwas zur nachhaltigen Medienbildung der Jugendlichen beitragen wollte und so das Mentorenprogramm im Kreis Limburg-Weilburg ins Leben rief. Betreut wird das Projekt an der Marienschule aktuell von Thomas Klein und Schulsozialarbeiterin Franziska Baumann. Am Anfang habe noch niemand gewusst, wohin die Reise gehen würde, so Klein. Mit der Richtung, die das Programm aktuell einschlägt, sei er aber sehr zufrieden. Da die Lions das Projekt mittlerweile in viel geringerem Umfang als noch zu Beginn unterstützen, werden die fortbildenden Workshops nun von den teilnehmenden Schulen im Umkreis selbst organisiert, was aber keinen Nachteil bedeute. Im Rahmen dieser Weiterbildungen erfahren die Schülerinnen und Schüler neben der Verfeinerung ihrer technischer Fertigkeiten auch, wie man soziale Konflikte erkennt und entschärft. „Das Wichtigste ist aber, dass die Helden lernen, einzuschreiten, wenn sie merken, dass zum Beispiel ein Chat droht, zu einer Mobbinggruppe zu werden“, berichtet Thomas Klein über die Inhalte der Workshops.

Aber welche Eigenschaften muss man mitbringen, um selbst ein Digitaler Held zu werden? „Wichtigste Voraussetzung ist, dass man sich für seine (meistens jüngeren) Mitschüler einsetzen möchte und ihnen in Bezug auf all die Fallstricke, die es in der digitalen Welt gibt, helfen will“, skizziert Thomas Klein das Anforderungsprofil an einen Digitalen Helden in spe. Auch ausgeprägte soziale Kompetenzen seien gefragt - egal, ob man mit einer 5. Klasse über das Verhalten im Internet spreche oder ein Streitgespräch moderiere. Mitglied werden darf man ab Jahrgangsstufe 8. Die sozialen und fachlichen Kompetenzen, die man im Laufe des Programmes erlernt, seien so essenziell, dass laut Klein am liebsten alle Schülerinnen und Schüler die dazugehörige Ausbildung absolvieren sollten, was aber leider organisatorisch und finanziell nicht möglich sei. „Es ist also umso wichtiger, dass wir Digitale Helden haben, die Online-Stress erkennen und auflösen können, bevor er zu stark eskaliert. Im besten Fall können so die Schüler die Probleme unter sich lösen, ohne dass Lehrer, Eltern und Schulleitung aktiv werden müssen.“ Auch Leontine Kougam, ehemaliges langjähriges Mitglied, findet nur lobende Worte für das Programm: „Die Zeit als Digitaler Held hat mir die Gefahren des Internets gezeigt und mir die Möglichkeit gegeben, andere darüber aufzuklären. Die Zeit als Digitaler Held war eine Bereicherung fürs Leben, die ich jedem weiterempfehlen würde.“

„Digitale Helden hin oder her: Wir benötigen Jugendliche mit Zivilcourage, die einschreiten, wenn sie merken, dass ein Mitschüler per WhatsApp gemobbt wird. Seid mutig, ihr alle könnt Digitale Helden sein!“, richtet Thomas Klein als Schlussplädoyer an alle Interessierten.

(Bericht: Anna Manz)