Am Donnerstag, dem 28. September, besuchte der Chemie-GK von Frau Weber die Universität Gießen. Ziel war das Chemieschülerlabor, welches in den Semesterferien von Studierenden für Schülerinnen und Schüler geleitet wird.

Chemie GK WB 2017
Nach einer kurzen Wiederholung der Laborregeln sowie der Ausstattung mit Laborkittel und Schutzbrille konnten dann endlich die aufgebauten Versuche gestartet werden. In Zweier- bis Dreiergruppen war es uns, den Schülerinnen und Schülern, gestattet, jegliche Experimente eigenständig durchzuführen. Abgesehen von Tipps und Tricks für das kleine Chemielabor zuhause, nämlich der richtigen Entkalkung einer Kaffeemaschine, konnten weit mehr „Alltagswunder“ bestaunt werden.

Warum der Ouzo sich trübt, sobald man ihn mit Eis trinkt, sollte auf der nächsten Party nun auch keine unbeantwortete Frage mehr bleiben. Und für die nächste Alkoholkontrolle, die dem einen oder anderen sicherlich mal im Straßenverkehr begegnen wird, sind wir nun auch gewappnet. Schließlich wissen wir jetzt, was das „Alco-Check“-Teststäbchen bei positivem Befund anzeigen sollte. Der Verkehrspolizist wird uns also keinesfalls an der Nase herumführen können. Einen Geldschein brennen zu lassen, ohne dass er verbrennt? Wir behaupteten, das ginge nicht, doch wir wurden vom Gegenteil überzeugt. Und wie sieht es mit explodierenden Gummibärchen aus? Unmöglich ist es jedenfalls auch nicht. Mit den richtigen Ausgangsstoffen sind doch so einige Dinge möglich, die wir nie erwartet hätten. Dass man aus einem Glas ganz einfach einen Spiegel machen kann, ist nämlich kein Wunder, sondern einfach eine logische Reaktion der Chemie.

Doch bis alle chemischen Wunder für uns logisch erscheinen, bedarf es vieler weiterer Experimente. Vielleicht ist unter uns ja die eine oder andere Marie Curie, die ungelöste Wunder für uns lösen wird.

(Bericht: Fenja Sander, Foto: MSL | GB)

Am 21. September 2017 haben wir - der Physik LK E1 - mit unserer Lehrerin Frau Hundler eine Exkursion zur Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) gemacht. Da wir uns in den letzten Unterrichtsstunden sehr ausführlich mit der gleichförmigen sowie der gleichmäßigen Bewegung beschäftigt haben und mehrere Rechnungen zur Geschwindigkeit und Beschleunigung von sich bewegenden Körpern, wie einem Auto, durch geführt haben, war es ein aufregendes Erlebnis für uns, die modernsten und schnellsten Fahrzeuge zu besichtigen.

IAA Hundler
Als wir früh am Morgen bei der IAA ankamen, waren wir sogleich von den modernen Autos der bekanntesten KFZ-Hersteller begeistert. Sich umzuschauen und die neuesten Techniken der Elektroautos sowie die, der zukünftigen Autos kennenzulernen, war sehr interessant für uns. Wir durften die verschiedensten Autos und zusätzliche Teile genau betrachten und deren Funktion hinterfragen. Aber wir bekamen nicht nur die neuen modernen Autos zusehen, sondern wir durften sogar welche fahren! So war es für Viele von uns sehr aufregend, das erste Mal einen brandneuen Jaguar mit Begleitung fahren zu dürfen. Mit etwas Aufregung bewältigten wir jedoch alle den Parkour mit dem Auto und konnten uns selber ein reelleres Bild in Bezug auf die Geschwindigkeit und Beschleunigung eines Autos verschaffen, welche wir vorher intensiv im Unterricht behandelt haben. Nach den ganzen Vorstellungen und Besichtigungen der moderneren zukünftigen Autowelt und der aufregenden Erfahrung ein so neues Auto fahren zu dürfen, kamen wir schließlich alle wieder ganz kaputt und müde in Limburg an.

(Bericht: Laura Schlüter/Anna Müller, Foto: MSL | GB)

Zu Beginn des Schuljahres ließen sich neun Schülerinnen und ein Schüler zum Roberta-Scout ausbilden, um ihre Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Robotik in eintägigen Schnupperkursen an jüngere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 weiterzugeben.

Roberta Scouts 2017
Vordere Reihe: Bianca Weber, Anouk Zens, Laura-Ann Gerheim, Laura Fadler, Lucia Neeb, Hannah Heil
Hintere Reihe: Dominik Schamböck (betreuende Lehrkraft), Lucas Hilgert, Lena Crump, Dr. Henrike Zilling (Schulleiterin)
Es fehlen: Chionia Pötz und Noemi Debo

Wie bekannt bietet die Marienschule seit einigen Jahren das Lernen mit Robotern an. Nachdem wir ein Jahr lang den Wahlpflichtunterricht „Robotik und Informatik“ besucht und viel mit Robotern gearbeitet hatten, wollten wir nun auch Roberta-Scouts werden und unsere Kenntnisse sowie Erfahrungen an jüngere Schüler und Schülerinnen im Rahmen der „Roberta-Schnupperkurse“ weitergeben.
Wir haben gehört, wie wichtig es sein kann, dass besonders Mädchen durch dieses Angebot an Roboter und Technik herangeführt werden, da sie im Gegensatz zu Jungen in einem vollkommen anderen Verhältnis zu diesem Thema aufwachsen. Uns macht die Konstruktion und Programmierung von Robotern Spaß! Deshalb wollen wir, indem wir diese Kurse anbieten, den jüngeren Mädchen zeigen: „Roboter sind keine Jungensache!“ Außerdem haben wir gelernt, dass das Roberta-Konzept schon sehr lange existiert und nicht nur an unserer Schule, sondern sogar über Deutschland hinaus angeboten wird.
Nachdem wir eine Vorstellung zu diesem Thema von Herrn Schamböck bekommen haben, ging es nun darum unseren eigenen Kursablauf zu planen. Dies schien zunächst einmal eine sehr schwierige Aufgabe zu sein, doch als wir dann angefangen hatten, hat es wirklich Spaß gemacht und die Vorbereitungszeit verging wie Flug. Da wir auch noch Tipps von erfahreneren Schülern bekommen hatten, fühlten wir uns gut auf unsere eigenen Roberta-Kurse vorbereitet!

(Bericht: Laura Fadler/Lucia Neeb/Hannah Heil, Foto: HD | GB)

Sie kamen von nah und fern. Heidelberg, München, gar aus dem Ausland: Kein Weg war ihnen zu weit. Die Rede ist vom traditionellen Tag der Ehemaligen der Marienschule Limburg, an dem mehr als 300 Frauen die Chance nutzten, in ihren Erinnerungen zu schwelgen und sich mit ihren damaligen Schulkameradinnen darüber auszutauschen. Eine Sonderrolle nahm diesen Samstag das Ausscheiden Schwester Christiane Humperts, der früheren Schulleiterin, aus dem Vorstand des Vereins der Ehemaligen und Förderer ein.

Ehemalige 2017 3
Der Ehemaligentag begann mit einer Andacht in der Kapelle, die von Kaplan Daniel Engels gehalten und von Oberstufenleiter Philipp Naumann musikalisch begleitet wurde.

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Danach erwartete die ehemaligen Marienschülerinnen in der Aula eine Darbietung der Bläserklasse 6a unter der Leitung von Christoph Pabst, an die sich eine herzliche Begrüßung seitens des stellvertretenden Schulleiters Dirk Fredl anschloss.

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Das zentrale Thema seiner Grußworte bildete die Verbindung von Tradition und Moderne. Was früher das 10-Finger-Schreiben auf Schreibmaschinen gewesen sei, entspreche heute einer Einführung in Informations- und Kommunikationstechnische Grundlagen, aus dem alten Wirtschaftsgymnasium habe sich ein Basics-in-Business-Kurs für die Oberstufe entwickelt, ja gar die letzten Tische des vorigen Jahrhunderts seien erst am Vortag gegen neue ausgetauscht worden. „Aber uns vereint eines: Sie sind hier gut ausgebildet worden und mit den uns heute Anvertrauten wollen wir das genauso machen“, berichtete Dirk Fredl. Es gehe aber nicht nur um das Aufrechterhalten von Qualität und Niveau, sondern auch um deren Weiterentwicklung: „Schule steht nie still – nächstes Jahr können wir wieder Neues erzählen.“ Im Rahmen seiner Grußworte informierte er die voll besetzte Aula demzufolge über die Entwicklungen an der Marienschule im letzten Jahrzehnt, zu denen einige bauliche Neuerungen, aber auch die Einführung von Jungenklassen zählten.

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Im Anschluss gebührten der langjährigen Schulleiterin Schwester Christiane Humpert als Bindeglied zwischen Tradition und Moderne große Ehrungen. Nicht nur ihr Engagement in dieser Position, sondern auch danach als Vorsitzende des Vereins der Ehemaligen und Förderer wurde anerkennend gewürdigt. „Es ist schwer, Schwester Christianes große Fußstapfen zu füllen“, lobte Professor Thorsten Daubenfeld, der nun ihr Amt übernimmt. Er ernannte sie daraufhin feierlich zur Ehrenvorsitzenden. Auch bei den Schülerinnen war sie überaus beliebt, wie Rebekka Gavriely (Abiturjahrgang 1997) später berichtete: „Sie kannte nicht nur die Namen aller, sondern auch deren Geschwister oder wohin man kürzlich umgezogen war. Man wurde einfach persönlich wahrgenommen.“

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Ilona Größer, die über Jahrzehnte hinweg die Mitgliederdatei geführt hatte, wurde ebenso für ihr langjähriges Engagement im Verein mit einer Ehrenmitgliedschaft belohnt.

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Professor Daubenfeld kam außerdem die lohnende Aufgabe zu, die Jubilare der Abiturjahrgänge 1952, 1957, 1962 und 1967 zu ehren. Besonders Margot Vogt (geb. Noll) wurde mit schallendem Applaus empfangen. Als  älteste im Saal bestand sie ihr Abitur vor unglaublichen 70 Jahren, im ersten Jahrgang nach dem Zweiten Weltkrieg, 1947. „Die Marienschule war das Beste, was mir im Leben passiert ist. Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Miteinander – all dies ist uns gut gelehrt worden. Ich fühle mich immer noch als Mitschülerin“, erzählte sie später. Auch die Jubilare der Jahrgänge 1957 sowie 1967 der Kindergartenseminare und 1962 der Handelsschule erfuhren eine Ehrung.

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Nach dem offiziellen Teil in der Aula bestand für die Ehemaligen die Möglichkeit, sich in die verschiedenen Klassenräume zu verteilen, alte Schulkameradinnen wiederzutreffen und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Sätze wie „Ja, das weiß ich auch noch!“ oder „Genau, so war das früher“ hallten dann durch das Schulgebäude. Für die Ehemaligen bestand außerdem die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen bei zwei Oberstufenkursen zu kaufen. Der Erlös kommt der Martinsspende zugute, die dieses Mal an ein Projekt der Dernbacher Schwestern sowie an ein Brunnenbauprojekt in Ruanda geht. Viele der Ehemaligen werden vermutlich auch im nächsten Jahr wieder der Einladung folgen, die Schwester Christiane in ihrer Dankesrede an sie richtete: „Ihr seid hier immer willkommen.“

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Anna Manz, Fotos: MM | GB)

Schon früh am Morgen ging es für die beiden Physik-LKs der Q1 mit dem Zug nach Frankfurt zum Messegelände, auf dem auch dieses Jahr wieder die IAA stattfand.

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Dort hatten dann die Schülerinnen und Schüler bis zum frühen Nachmittag Zeit, das Gelände mit den vielen Ausstellungen der bekanntesten KFZ-Hersteller eigenständig zu erkunden. Unter anderem konnten so zum Beispiel Weltpremieren neuer Fahrzeuge und etliche Vorführungen der verschiedenen Aussteller miterlebt werden.

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Auf der diesjährigen IAA standen Elektroautos und so genannte „Concept Cars“, also Autos der Zukunft, im Vordergrund.

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Nach dem Sammeln unzähliger Erfahrungen ging es dann am Nachmittag leider schon wieder mit dem Zug zurück nach Limburg.

(Bericht: Annika Eufinger, Fotos: MSL | GB)