Unser Kollegium fuhr zum Haus der Stille in Gnadenthal bei Bad Camberg und verbrachte dort einen Tag unter dem Motto: Achtsamkeit und Resilienz in der Schule.

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Zu Beginn feierten wir einen Gottesdienst mit dem Thema: Raus aus dem gemütlichen Elend – steh auf, bewege Dich! Anschließend referierte Frau Dr. Isolde Macho zum Thema der Resilienz, welches sie als Widerstands- und Gestaltungsfähigkeit definierte. Sie lenkte den Blick sowohl auf Belastendes, als auch auf unsere persönlichen, aber auch schulorganisatorischen  Fähigkeiten mit Belastung umzugehen.

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Am späten Vormittag und am Nachmittag waren alle eingeladen, Workshops zu besuchen. Wir wählten aus zwischen musikalischen, kreativen, spielerischen und philosophischen Angeboten. Wir hatten aber auch die Möglichkeit Yoga, Body and Soul,  oder eine Stunde Feldenkrais zu besuchen; bzw. sich auf der Slackline zu versuchen. Auch konnte mit Frau Dr.Macho der Vortrag des Morgens vertieft werden oder  Bibeltexte gemeinsam gelesen werden. Ein Angebot richtete sich an Kollegen in den letzten Berufsjahren. Das wunderbar warme Wetter zog auch viele an die Luft- ein Kreuzweg  von Andreas Felger /Anselm Grün konnte begangen werden.

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Bei strahlendem Sonnenschein beendeten wir den Tag mit vielen guten Erfahrungen in der Gemeinschaft des Kollegiums und gehen wieder in den Schulalltag mit dem Segen Gottes.

(Bericht: DZ, Fotos: SG)

Am Donnerstag, den 22. Februar 2018, besuchten die Schülerinnen und Schüler des Biologie Leistungskurses der Stufe E2 gemeinsam mit ihrer Tutorin Christine Wagner die ,,W3“- Messe in Wetzlar.

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Nach einer kurzen Begrüßung zu Beginn der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, sich mehrere zehn minütige Vorträge von Experten und Wissenschaftlern anzuhören, die über verschiedene Universitäten, Studiengänge in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), sowie Arbeitsplätze in Mittelhessen informierten. Dabei stand im Wesentlichen die Zukunft im Vordergrund, in der beispielsweise selbstfahrende Autos eine große Rolle spielen würden. So stellte sich unter anderem Frage, ob es wirklich realistisch sei, dass in nur fünf Jahren ausschließlich selbstfahrende Autos auf den Straßen unterwegs sein werden.

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Zum anderen war es möglich, das Messegelände eigenständig zu erkunden und sich an den Ausstellungsständen zu informieren. Besonders hochmoderne Geräte wie ein 3D-Scanner und ein Refraktometer sorgten für reichlich Bewunderung. Zusätzlich konnte an Aktionen wie einem Sehtest teilgenommen werden.

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Die Messe weckte bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse für die bisher von einigen eher skeptisch gesehenen MINT-Fächer, sodass es mit vielen Erfahrungen und Gedanken über die Zukunft schließlich am Nachmittag zurück nach Limburg ging.

(Bericht: Lorena Fladenhofer und Lotte Koenen, Fotos: Julia Ehrhardt)

Die Analyse von Lebensmitteln stand im Zentrum eines Experimentaltages, den zehn Schülerinnen der Limburger Marienschule in der Hochschule Fresenius in Idstein erleben durften. In den hervorragend ausgestatteten Laboratorien der Hochschule hatten die Preisträgerinnen des Wettbewerbes „Chemie – Mach mit!“ unter Leitung von Studienrätin Martina Fredl sichtlich Freude an komplexen biochemischen Aufgabenstellungen. Mit dem Praxistag haben Marienschule und Hochschule Fresenius ihren intensiven Austausch auf dem Gebiet der Naturwissenschaften forciert und füllen ihre Zusammenarbeit weiter mit Leben. Über einen außergewöhnlichen Schultag berichtet Lotte Koenen:

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Am Montag, den 19. Februar, haben wir, die zehn Preisträgerinnen der Marienschule des Wettbewerbs „Chemie - Mach mit!“, zusammen mit Martina Fredl den Fachbereich Chemie und Biologie der Hochschule Fresenius in Idstein zu einem Experimentaltag besucht.Nachdem wir mit dem Zug in Idstein angekommen waren, die bevorstehenden Versuche kurz besprochen hatten und mit entsprechender Laborbekleidung ausgestattet waren, konnten wir auch schon unter Anweisung von Mitarbeitern und Studenten der Universität mit den Experimenten beginnen.

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Wie viel Kalium steckt in einer Banane? Und wozu braucht es Analysegeräte, die den Preis eines Einfamilienhauses kosten? Antworten auf diese und weitere Fragen – und was das miteinander zu tun hat, fanden wir im Laufe des Tages heraus. Denn den Kaliumgehalt einer Banane ermittelten wir mithilfe von induktiv gekoppeltem Plasma, das sich in einem hochmodernen und enorm teuren Analysegerät befand. Bei Plasma handelt es sich um ein Teilchengemisch, auch bezeichnet als „vierten Aggregatzustand“, bei dem neben gewöhnlichen Gasatomen auch Ionen und deren freie Elektronen vorliegen. Dieses Plasma erreicht eine Temperatur von bis zu 12.000 °C, was doppelt so heiß ist wie die Sonne!

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Das induktiv gekoppelte Plasma dient zur Analyse mehrerer Elemente, wobei eine atomisierte, flüssige Probe ionisiert, also sozusagen in Einzelteile zerlegt wird. Um unsere Banane flüssig zu bekommen, stellten wir als erstes Bananenbrei her und füllten eine genau abgewogene Menge in Aufschlussgefäße. Ein Aufschluss ist ein Verfahren, bei dem ein so genanntes Aufschlussmittel zu einem schwerlöslichen Stoff - in diesem Fall zu unserer Banane - hinzugefügt wird. Dazu benutzten wir Salpetersäure. Anschließend kamen die Bananen in einen Ofen und wir konnten letzten Endes die Analyse mithilfe des Plasmas beobachten.

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Als zweites Experiment folgte das Herstellen von tiefblau gefärbten Lösungen aus Kupfer-Ionen und Ammoniak, die zusammen einen Kupfertetramminkomplex bilden.
Nach mutigem Experimentieren mit Ammoniak durften wir die Konzentration an Kupfer mithilfe eines Fotometers messen und machten einen Wettbewerb daraus, wer mit seiner Lösung am nächsten an der Standardlösung lag. Das erfreuliche Ergebnis: Eine Gruppe lag nur um einen halben Prozentpunkt neben der Standardlösung – und wurde von den Mitarbeitern für diese exzellente Arbeit gelobt. Fotometrische Messungen basieren auf dem Prinzip der Absorption von Licht. Die Probelösung wird mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt und die Absorption gemessen.

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Neben den Analysegeräten durften wir weitere Teile der beachtlichen Ausstattung bewundern. Zum Beispiel probierten wir ein Gerät zur Flammenfärbung aus und konnten so ermitteln, um welche Metalle es sich bei verschiedenen Lösungen handelte. Insgesamt waren wir Schülerinnen von der Ausstattung und den Experimenten in der Fresenius-Hochschule begeistert, die anspruchsvoller sind als Versuche, die an einer Schule möglich sind.

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Die Hochschule Fresenius berichtet unter https://www.hs-fresenius.de/aktuelles-presse/news-presse/news/detail/wie-viel-kalium-steckt-in-der-banane/ über den Experimentaltag.

(Bericht: Lotte Koenen, Fotos: FR | GB)

„Immer weniger Menschen scheinen das Geheimnis glücklicher Jungs zu kennen: Sobald ein Junge seine Grenzen austesten will, sind wir mit ihm überfordert. Wir müssen umdenken, damit Jungs wieder Jungs sein dürfen: anstrengend, energiegeladen und bewegungsfreudig“. Mit dieser These eröffnete Birgit Gegier Steiner, eine Schulleiterin aus Baden-Württemberg, ihren Vortrag am Pädagogischen Tag. Die Referentin, eine anerkannte Fachbuchautorin und Ausbilderin, gab den Lehrkräften der Marienschule unter anderem einen Überblick über den aktuellen Stand der Gender-Forschung, während Michael Kuntz, stellvertretender Schulleiter des Willigis-Gymnasiums, erläuterte, was die Mainzer Jungen-Schule anders macht als andere Schulen.

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Die Gymnasiallehrkräfte der Marienschule setzten sich einen Tag lang mit der Frage auseinander, wie man die Mädchen- bzw. Jungenklassen noch besser fördern kann – und fand Antworten sowohl in den Fachvorträgen als auch in fachspezifischen Workshops, die aus dem Kollegium heraus organisiert worden waren.

Birgit Steiner setzte bei aktuellen Forschungsergebnissen an. Demzufolge sind Jungs beispielsweise überdurchschnittliche Systematiker, was sich insbesondere in den Naturwissenschaften niederschlage. Grundsätzlich gelte: „Jungs nehmen Dinge gerne in die Hand und testen aus, wie die Welt funktioniert“, so die Referentin. Deshalb müsse insbesondere in Jungenklassen ein multisensorischer Ansatz verfolgt werden, der den Schülern Gelegenheit gebe, Dinge selbst auszuprobieren.

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Ein wichtiger Grund für das unterschiedliche Verhalten seien unterschiedliche neurobiologische Voraussetzungen und ein – vereinfacht ausgedrückt – unterschiedlicher Hormoncocktail im Gehirn. Einige Parameter würden dies besonders anschaulich verdeutlichen: Bei zehnjährigen Mädchen sei die auditive Erfassung bereits zu 100 Prozent entwickelt, bei zehnjährigen Jungen hingegen nur zu 50 Prozent. Dasselbe gelte für die sprachliche Entwicklung. Auch die Impulskontrolle und die Bewusstseinsbildung sowie die Feinmotorik seien bei Mädchen viel früher entwickelt als bei Jungen. Umgekehrt betrage die Muskelmasse bei Jungs in dieser Altersgruppe 40 Prozent des Körpergewichts, bei Mädchen hingegen nur 20 Prozent.

Aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen lasse sich ableiten, wie man auf Jungengruppen am besten zugehen könne, so Steiner: Es gelte unter anderem, die Wettbewerbsbereitschaft zu fördern, die Jungen an ihre Grenzen zu bringen, Orientierungsfähigkeit und Zielorientierung auszubilden und multisensorische Angebote zu schaffen. Die Schulleiterin berichtete, dass sie an ihrer Schule Erfolge mit einem „fußballdidaktischen Erziehungsprinzip“ habe, in dessen Zentrum die Bewegung sowie ein klares und einfaches Regelwerk ständen. „Begeisterung für schulisches Lernen kann man mit getrennten Gruppen besser erreichen“, fasste die Referentin ihren Vortrag zusammen – es brauche dafür aber Struktur, Regeln und Rituale, so Steiner.

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Wie das in der Praxis am Mainzer Willigis-Gymnasium funktioniert, veranschaulichte am Nachmittag Michael Kuntz. Der stellvertretende Leiter der Jungenschule erläuterte, dass nahezu in allen Fächern der Unterricht mit kleinen Bewegungselementen versehen werde – und wenn es nur das Arbeitsblatt sei, das sich die Schüler am Pult abholten, anstatt dass es durch die Reihen gegeben werde. Aber Bewegung ziehe sich natürlich durch den gesamten Schulalltag sowie die Zusatzangebote: So stehe in den Wanderwochen unter anderem ein dreitägiges Überlebenstraining auf dem Programm: Schüler der Mittelstufe müssen mit einem kleinen Budget und Zeltplanen ausgestattet zu einem Ort im Hunsrück kommen, an dem sie drei Tage verbringen müssen – in freier Wildbahn. „Erlebnispädagogik ist ein zentraler Bestandteil unsers Schulprogramms“, fasste Kuntz das Konzept zusammen, zu dem unter anderem auch die Skifahrt einer gesamten Jahrgangsstufe und das gemeinsame Segeln gehöre. Damit könne insgesamt dem höheren Bewegungsdrang von Jungen Rechnung getragen werden.

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Wenn man vereinfacht weitere zentrale Verhaltensweisen von Jungen zusammenfasse, komme man zu der Erkenntnis, dass Jungen klare Verhältnisse forderten und häufig in Regeln und Systemen denken würden. Sie besäßen eine ausgeprägte Handlungsorientierung und seien zumeist wettbewerbsorientiert, so Kuntz. Außerdem lebten sie eine Konflikt- und Behauptungskommunikation und zeigten sehr häufig ein Dominanzverhalten, führte der stellvertretende Schulleiter weiter aus. Aufgrund dieser Verhaltensweisen habe man einen Weg gefunden, der einen autoritativen Unterrichtsstil – also auch mit klaren Ansagen – und einen fürsorgenden Umgang – in einer Gemeinschaft, in der sich alle wohlfühlen – miteinander kombiniere. „Der Erfolg gibt uns Recht“, bewertete Kuntz die vielfältigen Maßnahmen, die in Mainz umgesetzt werden. Letztlich gehe es darum, jeden einzelnen Schüler bestmöglich zu fördern, wozu das Schulprogramm sehr gut beitrage. „Wir machen aus Jungs Sieger“, schloss Kuntz seinen Vortrag, der bei den Lehrkräften der Marienschule aufgrund der vielen Praxisbeispiele sehr gut angekommen war.

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Um die Praxis ging es auch in zahlreichen Workshops, die Marienschul-Lehrkräfte aus allen Fachbereichen am Mittag angeboten hatten. Hier galt es, Methoden und Unterrichtssequenzen zu entwickeln, die zielgruppengerecht eingesetzt werden können. Dabei erwuchsen auch zahlreiche Ideen, wie man das Konzept des getrennten Miteinanders weiterentwickeln kann. Diese sollen in den kommenden Monaten in Arbeitsgruppen und der Schulentwicklung geprüft werden und dann zum Bestandteil des Schulprogramms (http://www.marienschule-limburg.de/downloads.html) der Marienschule werden.

(Bericht: FD, Fotos: MM)

Der Abijahrgang 2018 hat am 16.02.2018 sein ganz persönliches Abi in Concert veranstaltet.

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In Eigenregie wurde schon lange im Voraus organisiert und geübt. Aufgeführt wurden Sketche, Tänze, Reden, auch ein humorvolles und doch berührendes Gedicht war dabei und natürlich Lieder, sowohl gesungen als auch instrumental.

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Jedes Tutorium hatte sich etwas passend zum Fach ausgedacht. So tanzte beispielsweise der Sport-Lk und der Mathe-Lk performte zu einem Mathesong. Besonders unterhaltsam waren auch die Sketche, bei denen sogar die Lehrer lachen mussten, auch wenn sie nicht immer sonderlich gut dabei wegkamen.

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Ein Stammchor sorgte zwischendurch immer wieder für Gesangseinlagen. Zu den Highlights gehörten auch die Schülerinnen, die sich ganz alleine oder zu zweit auf die Bühne trauten und sich das Herz aus der Seele sangen. Außerdem spielte eine Gruppe von Schülerinnen, die zu viert als Band auch schon außerhalb der Schule aufgetreten sind, dem begeistertem Publikum ihre selbst geschriebenen Songs vor.

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Moderiert wurde der ganze Abend von Louisa Löser und Lena Lorch. Die beiden brachten mit witzigen Ansagen und lockeren Sprüchen das Publikum gut durch den Abend. Auch von der Rede von Rebecca Papp, die mit viel Humor über das Erwachsenwerden und Lernen in der Schule berichtete, waren alle gerührt.

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Als krönender Abschluss sang der ganze Jahrgang zusammen „High school musical – We are all in this together“. In Erinnerung bleibt ein Abend, der das Publikum begeistert in der Aula feiern – und sicherlich auch die Abiballkasse klingeln ließ.

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Carla Scharbach, Fotos: MM)