Im März/ April 2017 haben wir, drei angehende Erzieherinnen und zwei Heilerziehungspflegerinnen in Ausbildung, über einige Wochen mit einer Kleingruppe ein Schattenspiel in der Marksburg Kindertageseinrichtung „Biberbau“ vorbereitet.

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Das Angebot haben wir uns im Rahmen des Projektunterrichts gemeinsam überlegt und mit acht Kindern besprochen und eingeübt. Dabei war uns die Orientierung am Konzept der KiTa, die nach der Reggio-Pädagogik arbeitet, besonders wichtig. Jedes Kind sollte seine Stärken einbringen können und entsprechend Wertschätzung erfahren. Auch die Projektarbeit als solches und das Ausprobieren neuer Ausdrucksmöglichkeiten passen sehr gut zu diesem pädagogischen Konzept.
Die Entwicklung eines Schattenspieltheaters erschien uns passend, weil es zum einen spannend ist, die optische Wirkung der Kulissen und der Bewegungen der „Schattenspieler“ zu erfassen und zum anderen, die Hemmschwelle des „Sich Darstellens“ hinter der Schattenwand doch gerade für eher zurückhaltende Kinder etwas geringer ist.

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Die Kinder hatten sehr viel Spaß an der großen Schattenwand und verwandelten sich gerne in Schimpansenkinder. Die Geschichte handelte von Coco, dem Schimpansenkind. Die Schimpansenkinder spielten im Urwald gerne „Verstecken“, nur Coco nicht, weil er wegen seiner Größe immer zu schnell gefunden wurde. Deshalb war er oft traurig und fühlte sich ausgeschlossen. Doch eines Tages, als die Schimpansenkinder großen Hunger hatten, war Coco der Held. Da er sehr groß war, konnte er ein Schimpansenmädchen auf die Schulter nehmen, das dann Kokosnüsse für alle pflücken konnte. Alle freuten sich über die leckeren Kokosnüsse und Coco war nun nicht mehr alleine.

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Am Donnerstag, den 06.04.2017, hatten die Projektkinder ihren großen Auftritt. Sie spielten allen großen und kleinen Bibern das Schattenspiel vor und ernteten viel Applaus. Zum Abschluss des Projektes bekam jeder kleine Künstler eine Erinnerungsmappe und eine CD mit dem Video der Aufführung. In der Mappe waren die Geschichte und einige Fotos der Projekttage. Auch wir bekamen positive Rückmeldungen zu unserer Arbeit.

(Bericht und Fotos: Madeleine Müller, HEP O | GB)