„Glück ist unser fünftes Element“- so lautete das Motto des diesjährigen Tages der offenen Tür der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule. In vielen Präsentationen und Ausstellungen näherten sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden der beruflichen Zweige diesem Thema und brachten es den zahlreichen Interessierten nahe. Diejenigen Schüler, die mit dem Gedanken spielen, Sozialassistent, Erzieher, Heilerziehungspfleger oder Heilpädagoge zu werden, konnten sich darüber hinaus informieren und von den Berufspraktikanten beraten lassen.

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Auch die 16-jährige Jasmin Sonnenberg besuchte den Tag der offenen Tür, nachdem sie beim Informationsabend bereits gute Impulse mitgenommen hat. „Ich wurde sehr freundlich aufgenommen“, erzählt die Schülerin aus Montabaur, „man kann sich hier sehr gut informieren und vor allem wurden alle meine Fragen beantwortet.“ Momentan besucht sie die Anne-Frank-Gesamtschule, kann sich aber sehr gut vorstellen, nach ihrem Abschluss eine Ausbildung an der Marienschule zu beginnen. Ihr Traum ist es, Erzieherin zu werden. Das Informationsangebot reichte von der schulischen Arbeit über Ausbildungswege bis hin zu Möglichkeiten im späteren Beruf. Die beruflichen Zweige der Marienschule gliedern sich in Bereiche für Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik. Mehrere Praktika und fachübergreifende Projekte bereiten die Schüler optimal auf die Arbeit in ihren zukünftigen Berufsfeldern vor.

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Am Tag der offenen Tür bestand neben der reinen Information darüber die Möglichkeit, sich die zahlreichen themenorientieren Präsentationen der einzelnen Klassen anzusehen, die diese im Rahmen von Projekten erarbeitet hatten. Dem Thema „Glück als fünftes Element“ wurde sich unter anderem durch musikalische und sprachliche Performances, aber auch durch die Erlernung verschiedener meditativer Entspannungstechniken genähert. Andere Gruppen wiederum erarbeiteten die Thematik mittels Videopräsentationen, Bildern und allgemeinen Interpretationen von Glück. Auf die interessierten Schüler warteten darüber hinaus diverse Angebote, die sich mit dem Glücksmoment der Freundschaft auseinandersetzten. Einige Berufsschülerinnen besuchten hierzu beispielsweise eine Hundeschule oder Menschen, die auf Blindenhunde angewiesen sind, um die freundschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Vierbeiner genauer zu untersuchen. Auch ein selbstgedrehter Film zu dem Thema konnte bestaunt werden.

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Des Weiteren wurden Werke ausgestellt, die in der inklusiven Limburger Kunstwerkstatt „Unendlich“ entstanden sind. Die Studierenden der Marienschule hatten in den vergangenen Monaten zusammen mit Menschen aus zwei Einrichtungen der Lebenshilfe an den Kunstwerken gearbeitet, in denen sie das Thema „Freundschaft“ interpretierten. Natürlich widmeten die Schüler neben Glück – ihrem fünften Element – auch den anderen vier Elementen eigene Ausstellungsräume. Mit viel Liebe zum Detail richteten die Berufsschüler zum Beispiel einen Erlebnisraum zum Thema Wasser ein, in dem man das Element mit allen Sinnen erfahren konnte. Fühlboxen, ein Geräusche-Quiz und Ausmalbilder für Kinder luden die Besucher zur Interaktion ein. Experimente mit Wasser und seine Wichtigkeit für den Menschen komplettierten das Thema. An verschiedenen Pinnwänden im Schulgebäude konnten die Interessierten zudem ihre eigene Definition von Glück verewigen. Für manche Besucher des Tags der offenen Tür wie zum Beispiel Jasmin Sonnenberg wäre dies wohl eine Ausbildung an der Marienschule.

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(Bericht: Anna Manz, Fotos: MM; GB)