Die Fachschule für Heilpädagogik versteht sich als Institution zur Weiterqualifikationvon Erzieherinnen und Erziehern sowie verwandten Berufsgruppen mit Berufserfahrung.
 


 MG 2460-001HP
Die Zielsetzung der Fachschule für Heilpädagogik ist die Qualifikation der Teilnehmerinnen und Teilnehmern für eine anspruchsvolle heilpädagogische Tätigkeit und die Vermittlung von Kompetenzen für den eigenen beruflichen Erfolg.

Ziel der Ausbildung:

Die Fachschule für Heilpädagogik versteht sich im Rahmen eines lebenslangen Lernens als Institution zur beruflichen Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie verwandten Berufsgruppen. Sie berücksichtigt Grundsätze erwachsenenspezifischen Lernens: Sie bezieht die auf dem bisherigen Bildungs- und Berufsweg erworbenen Kompetenzen ein und begleitet die Studierenden, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Die Studierenden sollen durch die Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Heilpädagogik sowie durch die fachpraktische Ausbildung in verschiedenen Praxisfeldern befähigt werden, beeinträchtigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen heilpädagogische Hilfen zu geben, sie zu beraten und zu fördern. Ziel und Inhalt der Ausbildung orientieren sich an einem Menschenverständnis, das die Würde und den Wert des Menschen sowie den Sinn menschlichen Lebens und Leidens in dem Gott Jesu Christi gegründet sieht.

Ausbildungsschwerpunkte:
 
  • Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung
  • Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten
  • Ein Semester der Ausbildung findet im St. Vincenzstift in Rüdesheim-Aulhausen, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, statt. Der Unterricht bei dort beschäftigten Dozenten dient der engen Anbindung an die Praxis. Es existiert eine intensive Zusammenarbeit mit der Jugendhilfeeinrichtung Johannesstift in Wiesbaden.
  • Wochenenden zur Systemischen Familientherapie ermöglichen u.a. durch Genogrammarbeit und Selbstreflexion die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Selbst- und Materialerfahrung werden in der Motopädagogik und durch kunsttherapeutische Ansätze ebenso gemacht wie bei erlebnispädagogischen Projekten.
  • „Tage zum Aufatmen“ mit dem Behindertenseelsorger des Bistums geben Gelegenheit, Menschen mit geistiger Behinderung als Partner zu erleben.
  • Die Möglichkeit, als Schulassistentin/Schulassistent an Förderschulen zu arbeiten, wird u.a. durch ein Schulpraktikum vorbereitet.

Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend an 1 bis 1 ½ Tagen in der Woche, an 2 - 3 Wochenenden pro Semester und beinhaltet Praktika. Sie dauert 5 Semester und endet mit einer Abschlussprüfung
Tätigkeitsfelder:

  • Frühförderung/schulvorbereitende Einrichtungen
  • (integrative) Kindertagesstätten
  • Förderschulen
  • Beratungsstellen
  • Ausbildungsstätten und Erwachsenenbildung
  • Werkstätten für behinderte Menschen
  • Wohneinrichtungen für Kinder, Jugendliche, alte Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Sozialpädagogische Familienhilfe und soziale Brennpunkte
  • Reha-Einrichtungen/Kliniken/Krankenhäuser
  • ambulante Dienste
  • Tagesgruppen

Des Weiteren besteht für Heilpädagogen auch die Möglichkeit, sich mit einer heilpädagogischen Praxis selbstständig zu machen.

Zugangsvoraussetzungen:
 
  • Abschluss als Erzieherin/Erzieher oder Sozialpädagogin/Sozialpädagoge oder Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter.
  • Nachweis einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufspraxis nach Abschluss der Ausbildung.
  • Tätigkeit in einer sozial- oder sonderpädagogischen Einrichtung für die Dauer der Ausbildung. Die Tätigkeit soll die Hälfte der wöchentlichen Regelarbeitszeit betragen, mindestens jedoch insgesamt 1.600 Stunden.
  • In begründeten Ausnahmefällen kann auf Antrag eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen pädagogischen, sozialpflegerischen, pflegerischen oder rehabilitativen Beruf als gleichwertige Zulassungsvoraussetzung anerkannt werden.


Kontakt: Birgit Reis
Email:
beruflicheschulen@marienschule-limburg.de
Telefon: 06431 - 201 250