Getrenntes Miteinander: Marienschule fördert Mädchen und Jungen

Aufbauend auf eine rund 120-jährige Erfahrung in der Mädchenbildung setzen wir seit dem Schuljahr 2011/2012 auf ein Konzept, das in der Wissenschaft als »parallele Monoedukation« bezeichnet wird. Man mag darüber streiten, ob es soziokulturelle oder biologische Ursachen hat: Unbestritten ist, dass sich Mädchen und Jungen insbesondere im Alter von 10 bis 14 Jahren unterschiedlich entwickeln. Das berücksichtigen wir in der Marienschule, indem wir Mädchen und Jungen in der Sekundarstufe I in getrennten Klassen unterrichten. Damit bieten wir Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum und die Lehrkräfte können angemessen auf ihre Schülerinnen und Schüler eingehen. Zum getrennten Miteinander an unserer Schule gehört, dass neben der Geschlechtertrennung im Klassenverband einzelne Fächer auch in gemischten Gruppen unterrichtet werden, um so ein selbstverständliches Miteinander zu fördern. Somit nutzen wir die Vorteile der Monoedukation und vermeiden die Nachteile der Koedukation.

Gemeinsamer Unterricht findet beispielsweise im Wahlunterricht statt, auch der Schullandheimaufenthalt in Lauterbach wird von den Jungen und Mädchen gemeinsam absolviert. Gemeinsam geht es auch in die gymnasiale Oberstufe: Nachdem die Wahlentscheidung für die Leistungskurse getroffen ist, spielt das Geschlecht nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine untergeordnete Rolle, so dass hier die Kurse gemischt werden.