Spanisch, eine Sprache, die weltweit von 400 Millionen Menschen gesprochen wird, hat sich nach und nach an unserer Schule etabliert. Spanischkenntnisse sind mittlerweile unerlässlich für verschiedene Berufe, die etliche unsere Schülerinnen anstreben. Die Arbeitsmarktmöglichkeiten verbessern sich mit der Beherrschung mehrerer Fremdsprachen, die die Marienschule anbietet. Mehrsprachigkeit stellt auf Grund der wachsenden internationalen Kooperation und der zunehmenden Mobilität ein wichtiges Kapital für die Schülerinnen dar.

Seit 1994 wurde Spanisch als Arbeitsgemeinschaft angeboten, 2 Jahre später als Grundkurs ab Jahrgang 11  in der Oberstufe, somit als 2. Fremdsprache für Schülerinnen, die von der Realschule kamen, oder als 3. oder 4. Fremdsprache  für die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten.

Im Schuljahr 2006/2007 gingen wir einen Schritt weiter. Mit vier Spanischlehrern geben wir den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, ab der Klasse 9 Spanisch als Wahlfach mit  3 Wochenstunden zu belegen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler nach 5 Jahren zu befähigen, sich korrekt mündlich und schriftlich zu verständigen, Originaltexte zu verstehen, Gespräche zu führen, sich mit spanischem und lateinamerikanischem Wortschatz ausdrücken zu können; außerdem sollen sie die Geographie, Kultur und Sitten Spaniens und Lateinamerikas besser kennen.

Einführung in Kultur- und Landeskunde Spaniens und Lateinamerikas ist ein wichtiger Lernzielbereich dieser Sprache. Spanisch erscheint als ein Tor zu einer Welt, die uns nur sehr oberflächlich bekannt ist, eröffnet neue Kulturbereiche, andere Denkweisen, neue Erfahrungen, stellt somit ein Gegengewicht zur allgegenwärtigen Omnipotenz der angloamerikanischen Coca-Cola-Kultur dar.

Als dritte oder vierte Fremdsprache schärft Spanisch als Tochter des Lateinischen und Schwester des Französischen das Sprachbewusstsein, gestattet Einblicke in Sprachentwicklungen, gibt Anreize zu vergleichender Sprachbetrachtung und vermittelt die Erfahrung, dass die Mühen, die auf Latein und Französisch verwendet wurden, fruchtbar werden, da auf Grund der Verwandtschaft der Sprachen der Lernaufwand für das neue Idiom nun relativ gering ist, da man auf viele bekannte Erscheinungen stößt und von Anfang an ein Potential an passivem Wortschatz hat.

Bemühungen um konkrete Begegnungen mittels eines Schüleraustausches sollten für die Zukunft angestrebt werden.


Fachvorsteher: Dr. Andreas Höbler 
Kontakt: spanisch@marienschule-limburg.de