Latein ist ein fester Bestandteil im Fächerkanon unserer Schule. Man kann es als zweite (ab Klasse 6) oder dritte Fremdsprache (ab Klasse 8) erlernen und bis zum Erwerb des Latinums und auch bis zur Abiturprüfung fortführen.
Das Latinum ist als bundeseinheitlich anerkannter Abschluss Studienvoraussetzung für viele Fächer. Es umfasst den Erwerb von Kenntnissen in der lateinischen Sprache bis zur Fähigkeit, Originaltexte von Autoren wie Cicero, Sallust oder Ovid in treffendes Deutsch zu übersetzen.

Im Lateinunterricht erschließt sich dem Lernenden die Antike und das, was sie für spätere Zeiten (unsere eingeschlossen!) bewirkt hat. Dabei kann man sich mit einer Fülle von ganz verschiedenen Themen beschäftigen. 
Die lateinischen Schriftsteller der verschiedenen Epochen bieten eine große Auswahl an interessanten Stoffen: Die Dichter Catull und Ovid durchleben alle Höhen und Tiefen der Liebe, die Geschichtsschreiber Livius und Sallust machen römische Geschichte lebendig, Caesar liefert Diskussionsstoff über das Streben nach Herrschaft und Macht, der Redner und Philosoph Cicero gibt Anlass, sich über Grundprobleme des menschlichen Lebens Gedanken zu machen. Die Carmina Burana zeigen ein Bild von der Lebensfreude und dem Witz der Menschen im Mittelalter, der Humanist Thomas Morus fragt danach, wie ein idealer Staat gestaltet sein sollte.
Aber auch der Blick in die Alltagswelt der „alten“ Römer kann spannend sein: wie ein Altersgenosse vor 2000 Jahren die Schule erlebt hat, was man anhatte und aß, wie man seine Freizeit verbrachte. Das und viele andere Dinge erfährt man direkt aus erster Hand!

Das Lateinische und mit ihm die römische und griechische Kultur bilden die kulturellen und geistigen Grundlagen Europas. Im Lateinunterricht kann man erkennen, wo wir Europäer herkommen und was uns bis heute verbindet: Latein ist die Mutter vieler europäischer Sprachen.
In fast allen europäischen Staaten ist das römische Recht Grundlage der Rechtsordnungen. Europäische Schriftsteller und Künstler nehmen bis in unsere Zeit immer wieder antike Formen, Stoffe und Motive auf und gestalten sie neu.

Lateinlernen soll heute abwechslungsreich sein: ob man zu zweit, in der Gruppe oder spielerisch lernt – die Arbeitsweisen sind so vielfältig und ideenreich wie die Schülerinnen und Schüler. Auch neue Computerprogramme und das Internet helfen beim Lernen und machen Lust, sich auf Entdeckungsreise in das antike Rom zu begeben. Selbstverständlich wird auch gerätselt oder mal Theater gespielt: Unser Lehrbuch bietet hierfür zahlreiche Anregungen.
Außerdem gibt es vielfältige Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Arbeit, so z.B. bei Besuchen von Museen und Ausstellungen, auf Klassenfahrten ins „römische Germanien“ und zu anderen antiken Stätten.

Fachvorsteher: Benedikt Göbel
Kontakt: latein@marienschule-limburg.de