An der Marienschule unterrichten die folgenden Lehrerinnen und Lehrer das Fach Katholische Religion:

Bernd Berneiser, Sabina Datum, Stefan Diegmann, Kaplan Daniel Engels, Benedikt Göbel, Lothar Jung, Claudia Kobold, Dorothee Kolletzki, Christel Müller-Rentz, Betina Noll-Sabel, Christoph Pabst, Jutta Renner, Thomas Schäfer, Isabel Trost und Matthias Werner.

Die Inhalte des Unterrichts in Katholischer Religion richten sich nach den jeweils gültigen Lehrplänen des Hessischen Kultusministeriums. Die Möglichkeit, als katholische Privatschule ein eigenes Profil im Fach Katholische Religion zu entwickeln, ist seit Einführung des Zentralabiturs reduziert. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass das Fach über das eigentliche Unterrichtsgeschehen hinaus weiterführende Impulse gibt und Aktionen initiiert.

Regelmäßig finden neben den großen Gottesdiensten zu Schuljahrsanfang und -ende, Allerheiligen, am Fest der Stifterin des Ehemaligen Schulträgers, der Seligen Maria Katharina Kasper, für die einzelnen Klassen Gottesdienste statt, deren Gestaltung zum großen Teil diesen Klassen in Zusammenarbeit mit der Schulseelsorge obliegt. Neben Eucharistiefeiern ist auch der ökumenische Gedanke dabei ein wichtiges, von der Schulleitung gefördertes Anliegen (vgl. Beitrag des Faches Evangelische Religion).

 Die Vermittlung des christlichen Menschenbildes und einer Grundhaltung, die jeden Menschen als einmalig und einzigartig versteht, obliegt natürlich dem Religionsunterricht, wird aber in besonderer Weise durch das Sozialpraktikum vermittelt, welches durch praktische Erfahrung das den Schülerinnen und Schülern vermittelt, was im Religionsunterricht (übrigens beider Konfessionen) sonst eher theoretisch gelehrt wird: die Zuwendung zum Nächsten, besonders dem am Rande stehenden und leidenden Menschen.

Seit vielen Jahren finden an der Marienschule Einkehrtage bzw. Orientierungstage für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 statt. Grundlage dafür ist neben den Zielsetzungen der Katholischen Schule und des Bistums Limburg der Beschluss der Würzburger Synode über Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit. Seit vielen Jahren arbeitet die Marienschule mit dem Haus Wasserburg in Vallendar (Pallottiner) zusammen. Die Marienschule will während der Orientierungstage jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler in Gesprächsrunden und Übungen Gelegenheit geben, über Sinnfragen und Probleme, Werte und Einstellungen nachzudenken, zu denen oft in der Schule die Zeit fehlt oder die dazu notwendige Atmosphäre nicht gegeben ist. Es wird Raum geboten, in dem sich Schülerinnen und Schüler wohl fühlen. Es soll eine Atmosphäre entstehen, in der sich jede einzelne akzeptiert weiß, Gehör findet und sich somit öffnen kann. Dies beinhaltet einen ganzheitlichen Ansatz, der in den verschiedenen Methoden zum Ausdruck kommt: Methoden der Einzel- und Gruppenarbeit, Körperübungen und Meditationen, kreative und spielerische Elemente.
Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, sich selbst und ihre Lebenssituation bewusster wahrzunehmen. Sie erhalten Möglichkeiten, sich mit Fragen einer sinnvollen Lebensgestaltung ernsthaft auseinanderzusetzen und für sich ihren Weg zu finden. Dabei möchten Kursleiter und Referenten Wegbegleiter sein. Den Schülerinnen und Schülern kann so auch bewusst werden, dass jede nicht nur für ihre eigene Lebensgestaltung Verantwortung trägt, sondern auch für das soziale Umfeld, in dem sie lebt (Familie, Freundeskreis, Schule, Gesellschaft, Staat und Kirche).
Die Orientierungstage wollen einen Beitrag zur Stärkung und Verbesserung der Klassengemeinschaft leisten und Prozesse bewusst machen, die in der Gruppe stattfinden. In der pluralistischen Gesellschaft werden den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten der Sinndeutung angeboten. Die Orientierungstage bieten die Möglichkeit, darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei verstehen sich die Kursleiter selbst als gläubige Christen, die bereit sind, von dem, was ihr Leben hält und trägt, mitzuteilen. So wird den Schülerinnen und Schülern der christliche Glaube als mögliche Sinndeutung angeboten, ohne dass ihnen Antworten aufgezwungen oder andere Antworten abgewertet werden. Die Schülerinnen und Schüler werden weiterhin dazu ermutigt, ihren Glauben als Motivation für ihr Handeln bzw. für die Übernahme von Verantwortung in ihrem sozialen Umfeld zu sehen.

Fachvorsteher: Benedikt Göbel
Kontakt: kath-religion@marienschule-limburg.de