Die Marienschule ist eine katholische Schule, die aus ihrer im Glauben an Gott gründenden Verantwortung gegenüber dem einzelnen Menschen und der Gemeinschaft eine im christlichen Menschen- und Weltverständnis begründete ganzheitliche Erziehung vertritt. Als Schule verfolgen wir das Ziel, Mädchen und Jungen zu selbstbewussten Persönlichkeiten zu erziehen, damit diese aufgrund des Zutrauens in die eigene Leistungsfähigkeit in Schule, Beruf und Gesellschaft Verantwortung übernehmen und Position beziehen. Wir wollen Mädchen und Jungen ermöglichen, sich in Bereichen zu erproben, die sie in ihrer selbst verantworteten Lebensplanung als sinnvoll erachten. Dabei hat die Marienschule den Menschen als einmalige Person mit unverwechselbarer Identität und unverletzlicher Würde im Blick.
Im Unterricht wird ein für die heutige und künftige Welt unverzichtbares Wissen und Können erarbeitet. Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler und fordern von ihnen die Bereitschaft zu eigenverantwortlichem Arbeiten, Leistung und Engagement. Wir möchten junge Menschen zu Urteilsfähigkeit und Weltoffenheit erziehen. Die Marienschule versteht sich als Erziehungsgemeinschaft von Lehrerinnen und Lehrern,  Schülerinnen, Schülern und Eltern. Sie steht allen offen, die bereit sind, die Zielsetzungen der Schule zu bejahen und mitzutragen.

Mit G8 und G9 bietet die Marienschule ein zeitgerechtes, differenziertes Gymnasialmodell

Seit dem Schuljahr 2014/15 bietet die Limburger Marienschule parallel G8 und G9 in der Sekundarstufe I des Gymnasiums an. Damit ist es möglich, für jede Schülerin und jeden Schüler ein passendes gymnasiales Angebot vorzuhalten und so den vielfältigen Anforderungen und Wünschen, die an die Schule herangetragen wurden und werden, gerecht zu werden. Eltern, die sich für ihre Kinder mehr Zeit zum Lernen wünschen, können ihre Tochter oder ihren Sohn im G9-Zweig anmelden, für die anderen Interessierten steht wie auch in fast allen anderen Bundesländern der G8-Zweig mit überarbeiteter Stoffverteilung und Stundentafel zur Verfügung.

„Mit dem Parallelangebot bieten wir die Möglichkeit, unter einem Dach noch besser zu differenzieren“, erläutert Schulleiterin Dr. Henrike Zilling die Chancen des Parallelangebots.
„Ohne Zweifel gibt es Kinder, die mehr Freiräume beim und Zeit zum Lernen brauchen“, so die Marienschulleiterin. Für diese bietet das zusätzliche Schuljahr bei G9 die Chance, ihr Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in der Unter- und Mittelstufe mit zusätzlicher Zeit zu erweitern und zu vertiefen. „Auf der anderen Seite können wir aus achteinhalbjähriger Erfahrung mit G8 sagen, dass die große Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler mit der verkürzten Schulzeit gut klarkommt und sogar leicht besser abschneidet als die bisherigen G9-Gruppen,“ ergänzt die Schulleiterin. Auf diese Klientel ist das überarbeitete G8-Modell der Marienschule gut zugeschnitten, so dass man beiden Gruppen ideal gerecht werden könne.

Das Parallel-Angebot richtet sich an die Schülerinnen und Schüler, die neu in die fünfte Klasse eingeschult werden. Bei den Aufnahmegesprächen bieten wir eine intensive Beratung an, welcher der beiden Zweige für die neuen Schüler der erfolgversprechendere sein dürfte. „Dabei suchen wir gemeinsam mit den Eltern eine einvernehmliche Lösung für die Aufnahme in einen der beiden Zweige“, erläutert Dr. Zilling.

Bläser- als auch Jungenklasse werden im G9-Zweig unterrichtet. Darüber hinaus werden G8- und G9-Mädchenklassen entsprechend der Nachfrage gebildet. Dabei beginnt sowohl bei G8 als auch bei G9 die zweite Fremdsprache in Klasse 6, so dass ein pädagogisch begründeter Wechsel zwischen den beiden Zweigen grundsätzlich möglich ist. In der Oberstufe werden beide Jahrgänge gemeinsam unterrichtet.

FAQs:

Gibt es Unterschiede bezüglich der Lerninhalte/ und Anforderungsniveaus?

Die Lerninhalte unterscheiden sich nicht nennenswert. Das Übergangsprofil zur gymnasialen Oberstufe ist identisch. In G9 bleibt etwas mehr Zeit für die jeweiligen Themen. Pro Fach auf die Sekundarstufe I gesehen etwa ein bis zwei Wochenstunden.

Wie wird der Unterricht in der Oberstufe gestaltet?

Die G8– und G9-Jahrgänge werden in der Oberstufe gemeinsam unterrichtet. Dabei greifen wir auf gute Erfahrungen aus dem ersten Doppeljahrgang aus den Jahren 2010 bis 2013 zurück.

Kann mein Sohn auch zwischen G8 und G9 wählen?

Aus Gründen der Entwicklungspsychologie ist für Jungen an der Marienschule das G9-Modell vorgesehen.

Kann mein Kind das AG-Angebot nutzen?

Ja, das AG-Angebot steht den G8– und den G9-Jahrgängen zur Verfügung.

Kann mein Kind an kurzen Schultagen betreut werden?

Ja. Die Schuloase bietet eine Betreuung von 12 bis 16 Uhr mit einer Hausaufgabenzeit von 12.45 bis 15.45 Uhr.

Wirkt sich G8 negativ auf die Abiturnote aus?

Nein. Landesweit gibt es kaum Unterschiede zwischen G8 und G9. Die Durchschnittsnote der G8-SchülerInnen liegt bei 2,37, die der G9-SchülerInnen bei 2,45. Einen ähnlichen Trend gibt es an der Marienschule auch.

Besteht die Möglichkeit, zwischen G8 und G9 zu wechseln?

Sollte sich Ihr Kind anders entwickeln als prognostiziert, besteht nach entsprechender pädagogischer Prüfung die Möglichkeit, zwischen den beiden Zweigen zu wechseln.

Werden auch Schüler/innen aus Rheinland-Pfalz aufgenommen?

Die Marienschule nimmt sowohl im G8- als auch im G9 Zweig Schülerinnen und Schüler mit hessischen oder rheinland-pfälzischen Wohnorten auf – vereinfacht ausgedrückt: Im Aufnahmeverfahren entstehen durch den Wohnort keine Nachteile.